Interview | Ilja van den Berg

 
Foto Ilja van den Berg

Entrepreneur (own company: Exact Match )

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Kapitel 1: Einführung und Methodologie

Die Forschungsgemeinschaft, die sich mit der Frage der Erklärung des Problems der Unterrepräsentation von Frauen im IT-Bereich beschäftigt, ist in den letzten Jahren stark angewachsen. Dabei wurden Expertinnen und Experten aus den Bereichen der Erzeihungswissenschaften, Psychologie und Gender Studies miteinbezogen. Dabei sind sich die Experten einig, dass es zu einfach wäre, einen einzigen Faktor zur Erklärung der schwierigen Situation von Frauen zu erklären (Margolis 2002). Deshalb möchten wir die Aufmerksamkeit auf drei Schlüsselfaktoren lenken, die relevante Auswirkungen auf die Aufstiegs- und Berufssituation von Frauen im IT-Bereich haben dürften. In diesem Projekt werden diese Schlüsselfaktoren allgemein als das 3M-Schema bezeichnet: mind-match-market:

Mindset (Denkweisen) bezieht sich auf Bilder, Denkweisen, Einstellungen und Umgangsweisen mit IT, insbesondere im Hinblick auf die Verfolgung einer IT-Laufbahn (zum Beispiel Selbstwertgefühl, Role Models usw.).

Match (Anpassung) bezieht sich auf die Übertragung dieser Denkweisen auf die Beschaffenheit des Zugangs zu den Feldern des dritten Sektors im IT-Bereich und dessen Lernumgebung (z.B. Curriculum, Lernumgebung, Lernprofile usw.).

Market (Arbeitsmarkt) bezieht sich auf die Reaktion von Absolventinnen auf Personalbeschaffungsstrategien, Bedarf und Perspektiven auf dem relevanten Arbeitsmarkt (Berufsprofile, Mutterschutz-Strategien usw.).

Am Ende der Studie werden die Empfehlungen anhand dieser Struktur des 3M-Ansatzes kategorisiert. Darüber hinaus bietet er Orientierung für die Benutzerinnen und Benutzer der Plattform um Module zu finden, die den spezifischen Lernzielen angepasst sind, und unterstützt dadurch den Praxisbezug des PRO::ICT-Projektes.

Angewandte Methoden

Für das Projekt wurden unterschiedliche Instrumente der sozio-ökonomischen Forschung herangezogen:

  • Arbeitsplatzforschung: Sekundärmaterial über Studien aus den Forschungsbereichen Erziehung, Psychologie, Sozial- und Sozio-Ökonomie
  • Interviews mit Mädchen und Studierenden, die die drei Übergangsphasen der verschiedenen Altersstufen repräsentieren
  • Interviews mit Change Agents aus unterschiedlichen europäischen Ländern, die in die drei Entwicklungsphasen involviert sind, wie Lehrerinnen und Lehrer, Pädagoginnen und Pädagogen (GB), Personlamanagement (Österreich, Deutschland, Schweiz, Dänemark) und Beraterinnen und Berater, die eine (non-profit-orientierte) Rolle in der Berufsberatung spielen (Niederlande, Bulgarien)

Eine der Hauptaufgaben der Projektpartner bestand darin, eine Sammlung von Best-Practice-Beispielen zu erarbeiten, die sich auf die angewandten pädagogischen Methoden beziehen. Die Ergebnisse stammen aus den beteiligten Ländern. Dies ermöglichtes, länderspezifische Probleme ausfindig zu machen (z.B. niedrige IKT- Frauenerwerbsquoten in ländlichen Gebieten, wie beispielsweise Dänemark und die walisische Region; Systeme der Berufslaufbahn-Beratung in den Beitrittsländern oder ehemaligen kommunistischen Ländern wie z.B. Bulgarien).

Die an der Studie beteiligten Partner führten Interviews mit verschiedenen Interessenvertretern durch. Von diesen Studien wurden Sekundärmaterialien und internationale Best-Practice-Beispiele abgeleitet, die die Basis für unterstützende Empfehlungen an die Change Agents darstellen, und die unsere Arbeit in der Entwicklung von gender-sensiblen Übungsmaterialien leiten.

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